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Das neue Gebäude für Katzen-Quarantäne, Fundhund-Aufnahme und Verwaltung auf dem Vereinsgelände steht. Davon konnten sich vor Ort auch der 1. Stadtrat Seligenstadts, Michael Gerheim, und der Kreisbeigeordnete Carsten Müller ein Bild machten.
Unser Vorstandsmitglied Peter Sona führte beide Herren durch das neue Gebäude und berichtete dabei von Problemen beim Bau, vor allem wie schwierig es war, die Fachfirmen für das Gebäude zu bekommen. Auch die fehlenden Rohstoffe hatten eine Auswirkung auf die Bauzeit. Peter Sona verwies zudem auf die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die das Gebäude nachhaltig gestaltet.
Unsere Tierheimleiterin Renie Sona und Nicole Fuchs, die stellvertretende Tierheimleiterin, zeigten sich erfreut, dass sie nun nach dem bald abgeschlossenen Innenausbau mehr Platz für die Aufnahme von Tieren haben. Gerade in diesem Jahr gab es sehr viele Kitten, so dass das Tierheim momentan 36 Katzenbabys in der Vermittlung hat. Diese sind nicht nur im Tierheim, sondern auch auf privaten Pflegestellen untergebracht. Während Corona haben sich scheinbar viele Menschen eine Katze zugelegt, waren dann aber damit überfordert und haben sie ausgesetzt.
„Natürlich sind die wenigsten dieser Katzen kastriert - denn das hätte ja Geld gekostet - und so haben sich diese munter fortgepflanzt“ bemerkte Renie Sona im Gespräch.
„Deshalb sind wir auch dankbar für die schnelle Umsetzung der örtlichen Katzenschutzverordnung in Seligenstadt dieses Frühjahr, nachdem die Stadtverordnetenversammlung sich entsprechend positioniert hatte. Die Verordnung gibt uns einfach Rechtssicherheit in unserer alltäglichen Arbeit“ betont Nicole Fuchs, die zudem Leiterin der Katzenabteilung ist. Herr Gerheim wies darauf hin, dass Seligenstadt mit seiner Katzenschutzverordnung eine Vorreiterrolle im Kreis Offenbach innehat und hofft, dass noch viele Städte im Umkreis dem guten Beispiel folgen.
Nicht nur das neue Gebäude wurde von den beiden Herren besichtigt. Sie durften sich zudem die Katzen- und Kleintierabteilung anschauen. Die Kleintierabteilung wurde ihnen von dessen Leiterin Sabine Fuchs vorgestellt. Sie erfuhren, dass hier vor allem Kaninchen und Meerschweinchen aufgenommen werden, aber auch immer einmal wieder Ratten, Hamster oder ab und zu Exoten wie Degus. Viele der Tiere kommen aus schlechter Haltung mit nur wenig Bewegungsmöglichkeit und sind teilweise auch zusätzlich noch tragend. Im Tierheim haben sie dann genug Bewegungsfreiheit, werden aufgepäppelt und liebevoll von den vielen Mitarbeitern betreut. Sie werden auf Krankheiten untersucht, geimpft und kastriert.
Renie Sona betont, dass die Katzen sobald sie im Tierheim aufgenommen werden, alle auf Katzenaids, Katzenleukose und Giardien getestet und bei einem positiven Ergebnis medizinisch behandelt werden. Das machen leider die meisten Tierheime nicht, da die Tests recht teuer sind. Die Katzen werden außerdem, wenn nötig kastriert, geimpft, tätowiert und gechipt.
Nach dem Rundgang unterhielt man sich weiter über den Betrieb des Tierheims und Themen aus dem Tierschutz wie wildlebende Katzen, Fundhunde und eigene Erfahrungen mit Tieren.
Kreisbeigeordneter Carsten Müller lobte die Arbeit aller ehrenamtlichen Mitarbeiter des Tierheims des Tierschutzvereins und zeigte sich beeindruckt von deren Engagement.