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Tierschutzgeschichten mit Herz

 

Herz mit Tieren W ModulLesen Sie hier Geschichten, die das Leben schreibt... 

lauter wahre Begebenheiten, die unsere ehrenamtlichen Helfer in ihrer täglichen Tierschutzarbeit erleben.

Selbstverständlich nennen wir in diesem Zusammenhang keine Namen und Ort und können auch keine Bilder vom Geschehen veröffentlichen.

Wir denken aber, dass die Geschichten trotzdem sehr informativ sind und bestimmt auch den einen oder anderen zum Schmunzeln oder Nachdenken bringen.

Viel Spaß beim Lesen!

   

Herz mit Tieren W Beitrag

Als Tierschutzverein werden wir auch immer wieder aktiv, wenn Tierbesitzer unerwünschten Katzennachwuchs haben und diesen loswerden wollen. Es kam so zu folgender Rettungsaktion von zwei Katzenmädchen.

Verabredet war, dass die Tierbesitzer die Katzen selbst fangen, da niemand ins Haus sollte. Bei der Fangaktion wurde allerdings nur die Mutterkatze und ein Baby gefangen. Leider fehlte das zweite Katzenbaby noch. Das rührte aber bis zum nächsten Tag am Abend kein Futter mehr in der Falle an und war alleine auf dem Dachboden.

 

Unsere Einschätzung ist, dass ein 6 Wochen altes Baby max. 2 Tage ohne zu trinken und zu essen überleben kann. Die Kooperation mit der Familie gestaltete sich nicht ganz einfach, aber schlussendlich durften wir den Dachboden bewaffnet mit Aufzuchtsmilch und leckerem Kittenfutter betreten und dies in die Falle stellen. Leider blieb das zweite Babymädchen verschwunden und rührte kein Futter an. Die Situation war besorgniserregend. Das Kleine brauchte dringend Hilfe, sonst würde es sterben!

Nach einigen Gesprächen durften wir doch Posten auf dem Dachboden beziehen und versuchten zu hören, wo das Kitten war. Plötzlich hörten wir ein leises Miauen und waren froh, dass das Kätzchen noch lebte. Leider war es nicht möglich zu orten, wo das Miauen herkam.

Eine befreundete Tierschützerin kam hin zu und brachte nochmals 3 Fallen mit, die wir dann aufstellten.  Es entwickelte sich ein Spielchen, sobald wir Menschen miauten wie eine Katze, antwortete das kleine Kätzchen. So wussten wir wenigstens wo es sich ungefähr aufhielt. Der Speicher war voll mit altem Gerümpel Baumaterial, Kisten und Schachteln. Zu der Stelle, wo sich das Kleine aufhielt, konnten wir nicht vordringen und dort war auch die Kante zum Dach. Dort gab es eine Menge kleiner Spalten, die nach draußen führten, wo der Winzling in Panik hätte fallen können. 

Die befreundete Tierschützerin hatte ein Handy mit Internetanschluss und sie ließ Muttermiauen und Schnurren abwechselnd ablaufen. So sahen wir nach langem Warten endlich hinter den Kisten ein kleines schwarzes Katzenköpfchen auftauchen. Aber es verschwand wieder und versteckte sich und rief nach seiner Mama. Nachdem wir nach 4 Stunden immer noch nicht erfolgreich waren, entschlossen wir uns, die Katzenmutter wieder von der Pflegestelle zu holen. Wir setzten den Käfig mit der Katzenmutter vor die Falle und warteten. Dabei ließen wir immer das Schnurren am Handy ablaufen - das Schnurren hieß "alles in Ordnung".

Tatsächlich näherte sich das Kleine und tapste Richtung Mama und setzte sich auf den Käfig. Wir hatten ein riesiges Glück - bevor die Dämmerung hereinbrach, konnten wir das Kleine in einen Spalt zwischen dem Käfig und der Wand jagen und dort mit der Hand herausholen. 

Jetzt stand die Zusammenführung der kleinen Katzenfamilie auf der Pflegestelle an. Glücklicherweise wurden beide Mädchen wieder von der Mutter gesäugt.