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Tierschutzgeschichten mit Herz

 

Herz mit Tieren W ModulLesen Sie hier Geschichten, die das Leben schreibt... 

lauter wahre Begebenheiten, die unsere ehrenamtlichen Helfer in ihrer täglichen Tierschutzarbeit erleben.

Selbstverständlich nennen wir in diesem Zusammenhang keine Namen und Ort und können auch keine Bilder vom Geschehen veröffentlichen.

Wir denken aber, dass die Geschichten trotzdem sehr informativ sind und bestimmt auch den einen oder anderen zum Schmunzeln oder Nachdenken bringen.

Viel Spaß beim Lesen!

   

1. Flocke

Flocke kam im Alter von ca. 3 Jahren zu uns. Sie war ein gutmütiges Tier, das uns von Anfang an ans Herz wuchs. Leider hatte sie einen andauernden Durchfall, der nur schwer einzudämmen war. Es dauerte Wochen, bis sie einigermaßen stabil war. Dann fand sich auch schnell ein neues Zuhause für sie, ein Platz mit reichlich Gartenauslauf und einem Kaninchenfreund, den Flocke sofort heiß und innig liebte. Aber dieses Glück hielt nicht lange an.

Nach wenigen Wochen hatten sich Fliegenmaden bei Flocke festgesetzt, woraufhin sie uns vom Besitzer zurückgegeben wurde. Wir konnten Flocke retten, aber für Flocke war es ein schwerer Schock. In den folgenden Wochen freundete sie sich immer wieder mit anderen Tierheim-Kaninchen an, die aber Eins nach dem Anderen vermittelt wurden. Zwischenzeitlich saß sie sogar bei uns alleine.

Flocke und Luke 1

Gruppenkuscheln - Kurzes Glück im Tierheim

Auch der Durchfall meldete sich wieder, offensichtlich auch durch Stress bedingt. Er wurde schließlich so massiv, dass eine Mitarbeiterin sich erbarmte und Flocke zu sich nach Hause nahm. Dort wurde sie optimal versorgt, so dass der Durchfall nur noch sporadisch auftrat, allerdings vereinsamte Flocke zusehends. Ein dramatischer Zwischenfall, vermutlich ein Fellknäuel im Magen-Darm-Trakt, der zu einer Verstopfung führte, brachte sie erneut in Todesgefahr. Aber auch diesmal konnten wir sie retten. Schließlich war sie wieder so stabil, dass sie zurück ins Tierheim konnte um da auf ihren endgültigen Besitzer zu warten. Von ihrem ersten Eintreffen ins Tierheim bis dahin waren nun 8 (?) Monate vergangen.

2. Luke

Luke gehörte zu einer Gruppe von 5 Kaninchen, die wir von einer vom Veterinäramt geschlossenen Zuchtanlage übernommen haben. Er war gesundheitlich nicht so angegriffen wie andere Tiere aus dieser Gruppe, trotzdem hatte er wohl bis zu seinem Eintreffen bei uns unter unsäglichen Bedingungen vegetiert. Das sollte jetzt endlich besser werden. Er war ein freundliches und fröhliches Kaninchen, das leicht Kontakt zu anderen Kaninchen fand.

Flocke und Luke 2

Noch in Kastrationsquarantäne

Er wurde bei uns kastriert und nicht lange nach der Kastrationsquarantäne in ein schönes Zuhause mit Gartenauslauf vermittelt. Nach einigen Wochen starb jedoch das dortige Partnertier und Luke kam zurück ins Tierheim. Auch für ihn begann nun eine Odyssee mit neuen Freunden, die aber nicht dauerhaft bei ihm blieben.

3. Luke und Flocke

Es ist immer schwieriger, 2 Kaninchen auf einmal zu vermitteln als ein Tier alleine. Trotzdem versuchen wir, Tiere, die eine dauerhafte Freundschaft geschlossen haben, nur zusammen abzugeben.

Für Luke und Flocke musste eine dauerhafte Lösung gefunden werden. Deshalb beschlossen wir im Dezember 2016, Luke und Flocke zu vergesellschaften und sie dann nur als Paar abzugeben, so dass beide keine wechselnden Partner mehr erleben müssten und endlich jemanden Festen in ihrem Leben hätten.

Aber nicht immer machen die Tiere das, was wir planen. Beide waren inzwischen so frustriert, dass sie sich gar nicht mehr auf einen neuen Partner einlassen konnten. Normalerweise geht es bei einer Vergesellschaftung von Kaninchen rund, Einer versucht den Anderen zu dominieren, was sich der gefallen lässt oder eben nicht.

Bei Flocke und Luke nahmen die beiden Kaninchen keinerlei Notiz voneinander. Beide saßen in einer Ecke und ignorierten das neue Tier völlig. Immerhin waren sie entspannt, so dass für uns noch Hoffnung bestand. Wir halten nichts von der manchmal empfohlenen Methode, beide Tiere in eine Box zu sperren und dann einer Stress-Situation auszusetzen, so dass sie sich in ihrer Not miteinander vertragen. Wir wählten eine sanftere Methode: die Tiere wurden nebeneinander gesetzt und dauergestreichelt. Dadurch wollten wir den Tieren ein positives Erlebnis mit dem neuen Partner vermitteln. Es war deutlich zu sehen, dass ihnen die Nähe zueinander zunächst nicht angenehm war, allerdings entspannten sie sich sehr schnell. Beide ließen sich das Streicheln lange gefallen, danach beschnupperten sie sich endlich. Ein Anfang war gemacht. Zwischen den beiden fiel nie ein böses Wort und schon am nächsten Tag war klar, dass die Zwei sich verstehen.

Flocke und Luke 3

Am zweiten Tag nach der Vergesellschaftung

Wir stellten uns jetzt auf darauf ein, die Beiden solange zu behalten, bis sich ein neuer Besitzer fände, der Beide übernimmt.

4. Die Adoption

Manchmal entsteht aus etwas sehr Traurigem doch noch etwas Gutes.

Bei der Mitarbeiterin, die Flocke im Sommer mehrere Wochen bei sich gepflegt hatte (und die Flocke sehr ins Herz geschlossen hatte), starben innerhalb weniger Tage beide Kaninchen. Nach einer Trauerzeit entschloss sie sich dann, Luke und Flocke bei sich aufzunehmen, unser Weihnachtswunder war perfekt.

Demnächst erzählen wir hier, wie es Flocke und Luke heute geht.

5. Happy End

Flocke und Luke werden liebevoll von ihrer Besitzerin Yin und Yang genannt. Die zwei blühen nun richtig auf und können nicht mehr voneinander lassen. Luke (jetzt Moe) & Flocke lieben sich abgöttisch. Sie haben einen großen Auslauf und dürfen bei schönem Wetter im Garten spielen. Flocke ist gesundheitlich nun stabil, da sie eine spezielle auf sie ausgerichtet Futterernährung bekommt, die den Magendarmtrakt stärkt. Beide können nun bis an ihr Lebensende sich in Sicherheit wissen und einander lieben.